NACHFOLGEND PRESSE-SPIEGEL FÜR 2017

 

 

Kreis-Anzeiger vom 09. 12. 2017:

 

Gießener Anzeiger vom 29. 11. 2017

 

 

 

IM JAHR 2016 KEIN PRESSESPIEGEL DA DAS MUSEUM KRANKHEITSBEDINGT GESCHLOSSEN WAR

 

 

NACHFOLGEND PRESSE-SPIEGEL FÜR 2015 bis 2012

 

 

Kreis-Anzeiger vom 17. 12. 2015:

 

 

 

 

Sonntag akturell vom 14. 11. 2015 Seite 1

 

 

 

 

Derselbe Text wie im o. a. SONNTAGS-ANZEIGER vom 14.11. 2015 in der

          "Frankfurter Neue Presse" vom 15.12.2015 unter dem Titel

 

                                                 Ausstellung

 

                         "Krippen, Erica und das Weihnachtsfest"

 

 

 

 

TV-Sendung Hessenschau am 19. 11. 2014

 

 

 

 

 

Kreis-Anzeiger vom 29.11.2014

 

 

 

 

Gießener Allgemeine vom 19. 11. 2014

 

 

 

Kreis-Anzeiger vom 21 11. 2014

 

 

 

 

 

HR-online Kultur vom 27.11.2013

 



Krippen-Museum in Nidda-Ulfa

Eine Krippe mit vielen Besonderheiten

 

JedesJahr zur Adventszeit öffnet in einem normalen Wohnhaus

in Ulfa in der Wetterau ein Krippen-Museum. Rund 100 verschie-

dene Krippen aus aller Herren Länder werden dort ausgestellt.

In diesem Jahr neu dabei: Eine 90 Jahre alte Jerusalem-Krippe.

 

Museumsleiterin Erica Kernstofk hat seit vielen Jahren eine große Leiden-

schaft für die Krippen, die sie einst nur für sich privat sammelte. Vor neun

Jahren entschloss sie sich das oberhessische Weihnachtskrippen-Museum

zu eröffnen. Jedes Jahr wird eine ganz besondere Krippe in den Mittel-

punkt gestellt - so auch in diesem Jahr.

 

Vor zwei Jahren kramte Gerd Rothengatter aus Ulfa auf dem Speicher ein

paar Kisten aus. Darin lag ein wahrer Familienschatz, den er nach Jahren

wieder hervorholte: Eine handgemachte Krippe. Sein Vater, so erzählt

Rothgatter, hatte die einzelnen Bauteile vor knapp 90 Jahren mit einer

Laubsäge aus dem Holz alter Zigarrenschachteln ausgesägt, Liebevoll ge-

staltete er die Häuser, Treppen, Brücken, den Stall, das Tor nach Jerusalem

sowie den Tempel.

 

Unter widrigen Bedingungen nachgebaut

 

Die Krippe hatte die Familie Jahrzehnte durch die Adventszeit beglei-

tet. "Wir hatten fast jedes Jahr die Krippe aufgebaut zur Weihnachts-

zeit" erinnert sich Gerd Rothengatter. "Und in der Krippe war sehr viel

drin aufgebaut. Und auch eine kräftige Beleuchtung, die hatte ich da-

mals für meinen Vater gemacht. Viele Leute haben beim Besuch bei

uns sich immer dieser schönen Krippe auch erfreut."





Als Erica Kernstock die Krippe sah, erkannte sie sofort, dass sie etwas

Besonderes ist. Aber erst durch einige Recherchen fand sie mehr über

sie heraus. Gerd Rothengatters Vater, ein Katholik aus Rheinland-Pfalz,

hatte die Krippe aus dem 17. Jahrundert nachgebaut, damals unter wid-

rigen Bedingungen in den 1920er Jahren.

 

Jerusalem-Krippe mit vielen Details

 

"Ich hatte keine Ahnung wie der Aufbau ist", erinnert sich Erica

Kernstock. "Und dann habe ich in meinen Krippenlexika gefunden, dass

- die Häuser kamen mir vertraut vor, die da drin waren, und dann stehen

solche Krippen im Bayrischen Wald - und dann hab' ich recherchiert und

dann stellte sich heruas: Es ist eine Jeruslaem-Krippe."

Eine Krippe, die viele Besonderheiten hat. So ist allein das handwerkliche

Geschick des Erbauers bewundernswert, so Kernstock. Aber auch, dass es

sich bei der Krippe um eine Jahreskrippe handelt. Und ganau so hat sie

das Ensemble nach historischem Vorbild in ihrer Krippensammlung

aufgebaut.

 

"Hier kommt der Engel auch zu den Hirten, hier findet die Krippe statt, hier

beginnt der Weg des Glaubens, einfach vorbei am alten Tempel, der Einzug

in Jerusalem, Gethsemane, Jesus wird vom Engel gestärkt, die Jünger

schlafen, Golgatha, Auferstehung - und das ist das Ziel des Glaubens:

das goldene Jerusalem", erklärt Erica Kernstock. "Und so kann man an die-

ser Krippe einfach den christlichen Glauben sehr gut darstellen. Das hat

mir sehr viel Freude gemacht."

 

Ein Beitrag von Constanze Schleenbecker



Radio HR4 Mittelhessen am 26.11.2013 um 12.30 Uhr

Ein Radiobeitrag mit demselben Text wie vorstehend

 

 

 Gießener Allgemeine vom 19.11.2013

 

 

"Macht hoch die Tür"

 

Nidda (pm/ik). Glanzpunkt in der dunklen Jahreszeit: Zum neunten

Mal in Folge öffnet Erica Kernstock in der Vorweihnachtszeit ihr

"Oberhessisches Weihnachtskrippen-Museum" in Ulfa

(Steinstraße 34). Von Mittwoch an bis zum 20. Dezember ist die

ambitionierte Schau täglich von 14 bis 18 Uhr geöffnet; 

der Eintritt ist frei.

 

 

Besonderes Highlight: Eine Jerusalem-Krippe nach dem Entwurf einer Tiroler

Kirchenkrippe von 1676. Ein Ehepaar aus Ulfa hatte Erica Kernstock vor zwei

Jahren eine große Weihnachtskrippe angeboten, die ein Vorfahre im Zeitraum

von 1925 bis 1929 gebaut hatte. Bei der sehr umfangreichen Sammlung von

Gebäuden, Brücken und Treppen war zunächst nicht klar, wie der eigentliche

Entwurf der gesamten Anlage ausgesehen hatte. Ein Krippenlexikon und das

Internet halfen weiter: Ein Bastelverlag aus München (Mey & Widmayer)

hatte die Jerusalem-Krippe von 1676 neu bearbeitet und um 1920 als Bau-

plände für die Gebäude verlegt. Nun begann Erica Kernstock nach dem ur-

sprünglichen Plan zu suchen - und wurde fündig. Mithilfe ihres Ehemannes

begann sie im Sommer, die Infos in die Tat umzusetzen. In Österreich besorg-

te sie sich die Figuren - und nun ist die Jerusalemer Krippe von 1676 auch in

Ulfa zu besichtigen. Sie zeigt in vielen Figuren den Weg des christlichen

Glaubens von der Krippe über Karfreitag und Ostern bis zum "goldenen Jeru-

salem."

 

Natürlich gibt es auch noch andere neue und alte Krippen zu bestaunen. Etwa

eine Papierkrippe aus Vietnam. Oder eine geschweißte Metallkrippe aus Bur-

kina Faso, bei der alte Zündkerzen zu Tieren modelliert wurden. Oder eine

kleine Rundhütte mit der Heiligen Familie aus Uganda und die "Flucht nach

Ägypten" als Reliefschnitzerei von einem Flohmarkt in Berlin.

 

Zusätzlich zur Schau in Ulfa ist ein Teil der Kriuppensammlung vom

26. November bis 29. Dezember im kulturhistorischen Museum im Schloss

Gedern zu sehen.

 

Weitere Infos unter Tel. 0 60 43/98 52 57 und unter www.weihnachtskrippen-

musuem.de

 



 Wochen-Magazin "Frau im Trend"

 Nr. 49 vom 29.11.2013, Seite 5

 

Ericas Hobby hat jetzt Hochsaison

"Meine Krippen-Sammlung füllt ein ganzes Museum"

 

Ob handgeschnitzt oder aus Papier - im privaten Weihnachts-

krippen-Museum von Erica Kernstock aus Nidda-Ulfa (Hessen)

findet man fast jedes Modell. "Ich habe Krippen aus der ganzen

Welt", berichtet die 65-jährige stolz.

Alles begann vor vielen, vielen Jahren in Hamburg. "Ich war ein

junges Mädchen, vielleicht 18 oder 19 Jahre alt. Dort habe ich

zum ersten Mal eine handgeschnitzte Krippe gesehen - und war

sofort verzaubert! Da habe ich mir fest vorgenommen: Wenn

ich mal ganz viel Geld habe, kaufe ich mir auch so eine!"

Gesagt, getan. Doch inzwischen hat Erica nicht nur eine Krippe,

sondern eine ganze Sammlung.

Mehr als 150 Häuschen können ihre Besucher bewundern. "Die

kleinste Krippe passt in einen Kirschkern", verrät Erica.

 

Beigefügt ist ein Foto mit dem 'Titel: "Stolz zeigt Erica zwei

Krippenfiguren aus ihrer Auisstellung."

 

 

 

Wetterauer Zeitung vom 19.11.2013

 

Erica Kernstock öffnet ihr Weihnachtskrippen-Museum

 

Identischer Text wie in der Gießener Allgemeine

vom 19.11.2013

 

 



Evangelische Zeitung

Nr. 50, vom 15.12.2013

 

Schwebender Engel mit Vlies-Posaune

von Elfriede Maresch

 

Erica Kernstock hat das ganze Jahr über zu tun. Ihr Mann Friedhelm

untersützt sie nach Kräften. Jedes Jahr im Januar holt sie sich Anre-

gungen auf zwei großen Kippenmessen. Das Abbaen ihrer Ausstel-

lung, das systematische, vorsichtige Verpacken der vielen Figürchen

und Gebäude dauert bis Mitte Februar. Den Sommer über gibt es

manches auszubessern, Pläne für neue Ausstellungen zu machen,

im August ist eine weitere Messe. Im September überlegt sich Kern-

stock das neue Konzept, im Oktober beginnt sie mit dem Aufbau der

aktuellen Krippe. Von jedem ihrer Modelle weiß sie etwas zu erzählen.

 

So von der imposanten Landschaft auf zwei Ebenen, die die Stationen

der Heilsgeschichte wiedergibt: Alttestamentliche Orte wie das Rahel-

grab und den Tempel Salomons, die Szene im Stall mit Maria. Josef

und Kind, den Einzug in Jerusalem, Jesus in Gethsemane samt dem

tröstenden Engel, die drei Kreuze, das Felsengrab und der Auferstan-

dene, schließlich das Goldene Jerusalem.

 

Viel Arbeit haben Erica Kernstock und ihr Mann Friedhelm in diesen

Aufbau gesteckt. Dabei war es zunächst nur eine Sammlung dunkel

gebeizter, sorgfältig geschnitzter Gebäude, die sie von der Ulfaer Fa-

milie Rothengatter bekommen hatte. Der alte Herr erinnerte sich,

dass sein Vater Peter Rothengatter die Teile nach dem Bauplan einer

Münchener Firma in den 1920er Jahren selbst geschnitzt hatte. Das

weckte den Spürsinn Erica Kernstocks. Nach langer Recherche in

Krippen-Lexika und Internet bekam sie heraus, dass eine Firma im

sächsischen Kamenz die Baupläne neu aufgelgt hatte. Es handelt

sich um die Wiedergabe einer aufwendigen Krippe von 1676. Für

die Kernstocks war nun Ehrensache: "Wir müssen auch eine solche

Lanschaft bauen, nebeneinander aufgereiht wirken die Gebäude

überhaupt nicht." Gesagt, getan, Friedhelm Kernstock baute den

weißen schlichten Rahmen, darin verspachtelte er Styropor "Felsen"

mit verschiedenen Höhen, streute einen Hauch Modellbau-Gras da-

rüber. Nun konnte Erica Kernstock die Gebäude stabil platzieren,

die Figuren aufstellen. Hinter die Kreuze spannte sie einen Papier-

rahmen, die einen apokalytisch düsteren Himmel wiedergibt wie im

Evangelienbericht vomn Beben der Erde. Schöner Abschluss der

Arbeit: Die alten Rothengatters waren eingeladen und freuten sich

über die Maßen, dass ihre Krippe wieder so zu Ehren kommt.

 

Erica Kernstock ist immer wieder fasziniert, wie Menschen rund

um die Welt aus ganz unterschiedlichem Material Krippen bauen.

So hat sie jetzt ganz gegensätzliche Neuerwerbungen. Sie fand

beim Bummel durch die Altstadt von San Remo in einem kleinen

Lädchen eine vietnamesiche Arbeit. Höcht fragile Figuren aus

papiervlies reihen sich um die Krippe. Sie sind liebevoll ausge-

staltet, der schwebene Engel hat sogar eine Vlies-Posaune.

 

Benediktiner geben Straßen-Jugendlichen in Burkina Faso Arbeit.

An teures Material ist hier nicht zu denken. Die Jugendlichen hol-

ten sich Brauchbares vom Schrottplatz. Aus Blech entstand die

Krippe, das Christkind aus einer Schraube, der traditionelle

Ochse, hier ein Zebu, aus einer Zündkerze - eine völlig unge-

wohnte, aber überzeugende Darstelliung.

 

Verspielt ist eine deutsche Krippe aus Textilmaterial. Kein Pro-

blem mit den Locken der Schäfchen - sie sind mit rechts Ge-

stricktem Bezogen, für das glatte Fell der Kuh wurde abwech-

selnd rechts und links gestrickt, die Flecken bestehen aus an-

derer Wolle. Die Figuren sind nur angedeutet: Die Könige haben

Brokatgewänder, Maria einen Schleier, Josef einen wolligen Zot-

telbart, die Palmen lappige Pilzblätter.

 

Grimmig ist dagegen eine Kindermordszene im spanisch-napoli-

tanischen Stil: Wüst-muskulöse Kerle entreißen die Kinder ihren

verzweifelten Müttern.

 

 


Kreis-Anzeiger

vom 27.12. 2013, Seite 15

 

Faszinierende Einblicke in den Krippenbau

 

NIDDA (pd) Einen interessanten und außerschulischen Jahresausklang

bescherte Marina Ulfikowski-Martin, Religionslehrerin an der Haupt-

und Realschule Nidda, ihren Schülern aus dem Religionskurs der

Jahrgangsstufe acht direkt vor dem Start in die Weihnachtsferien.

Mit 19 Jungen und Mädchen fuhr sie in ihren Heimatort Ulfa und be-

sichtigte dort mit den Jugendlichen das Oberhessische Weihnachts-

krippenmuseum von Erica Kernstock.

 

Zuvor hatten die Schüler selbst Krippen im Religionsunterricht ge-

baut, die in der Schule ausgestellt wurden.

 

Im Ulfaer Museum bekamen dann alle einen Einblick in die schier unend-

lichen Möglichkeiten des Krippenbaus. Besonders faszinierend - und

da war sich wohl die Gesamtheit der Schüler einig - ist eine Krippe,

die in einen Obstkern gebaut und von ihnen unter die Lupe genom-

men wurde.

 

Die Jugendlichen gewannen bei ihrem Museumsbesuch viele neue

Eindrücke und Kenntnisse über die Geschichte des Krippenbaus -

sie waren aber auch begeistert von der tollen Atmposphäre, mit

der Erica Kernstock sie einen Vormittag lang bei Tee und Gebäck

verzauberte.


 

 Gießener Allgemeine

 vom 19.11.2012, Seite 21

 

 

Oberhessiches Weihnachtskrippenmuseum in Ulfa

 



Bereits im achten Jahr in Folge öffnet Erika Kernstock in Nidda-Ulfa

die Pforten ihres außergewöhnlichen Museums. Die private Ausstellung

kann vom 20. November bis zum 20. Dezember täglich von 14 bis 18 Uhr

besichtigt werden. Der Eintritt ist frei.

 

Die Fläche wurde gegenüber dem Vorjahr erweitert und das hat seinen

Grund. Die Leidenschaft von Erika Kernstock ist inzwischen so bekannt

geworden, dass sie von vielen Seiten Krippen ageboten bekommt, denen

sie nicht widerstehen kann. "Um all die Schätze ausstellen zu können,

mussten wir mehr Platz schaffen", erzählt die Sammlerin. "Highlight ist in

diesem Jahr eine Textilkrippe mit etwa 30 Zentimeter großen Figuren"

berichtet sie begeistert. Eine Künstlerfamilie aus Rüsselsheim überließ ihr

dieses Erbstück, mit dem das Platzangebot nun Schritt halten muss.

Eine originale Krippe aus Benin in Afrika komplettiert die Sammlung.

Mitgebracht hat diese eine treue Besucherin, die als Kind schon die erste

Ausstellung besuchte, immer wieder kam und nun - als junge Erwach-

sene - beruflich in Afrika unterwegs, an die Krippensammlerin in

Ulfa dachte.

 

Mit viel Liebe zum Detail arrangiert die Sammlerin ihre Krippen in

Vitrinen. In diesem Jahr hat sie sogar ein kleines Fotobuch herausge-

bracht mit kurzen Informationen zu den schönsten Krippen. Ihre

Ausstellung zeigt inzwischen weit über 100 Objekte. Spannend ist nicht

nur die unterschiedliche Interpretation der Weihnachtsgeschichte, son-

dern auch die künstlerische Umsetzung aus den verschiedensten Materialien.

 

Das Weihnachtskrippenmuseum ist in der Steinstraße 34 in Ulfa zu finden.

Gruppen mel- den sich unter Tel. 06043 985257 an.

 

 

 



 

WIRTSCHAFTSMAGAZIN der IHK Gießen-Friedberg

Nr 12/2012, Seite 59

 

Oberhessisches Weihnachtskrippenmuseum

 

Identischer Artikel wie in der Gießener Allgemeine

vom 19. 11. 2012

 

 

 



Kreis-Anzeiger

vom 17. 11. 2012, Seite 31

 

 

Krippen von allen Kontinenten

Erica Kernstocks Oberhessisches Weihnachtskrippenmusuem

öffnet wieder seine Pforten

 

Weihnachtskrippen erzählen von der Geburt Jesu Christi. In welch viel-

fältiger Weise dies geschieht, kann man im Oberhessischen Weihnachts-

krippen-Museum in Ulfa bestaunen. Jetzt, kurz vore Weihnachten, dürfen

Besucher einen Monat lang einen großen Teil der rund 120 Weihnachts-

krippen besichtigen, die die gebürtige Ulfaerin Erica Kernstock in 30 Jah-

ren gesammelt hat.

Es sind Krippen en miniature oder als großformatige Landschaften. Krip-

pen mit dem Fokus auf die Heilige Familie, Maria, Josef und das Jesus-

kind sowie Ochs und Esel. Andere, im Maximal-Konzept gestaltete Krip-

pen stellen noch einen Verkündigungsengel und weitere Figuren hinzu.

Herausragende Beispiele dafür sind die Königsberger Kastenkrippe mit

einer Einteilung in eine untere und eine obere Welt, gearbeitet aus

Pfaffenhütchenholz.

Was auch immer die Künstler vor Ort an Material vorgefanden, wurde

eingesetzt. Zum Beispiel Dosenblech bei Krippenfiguren aus Mali, das

nur teilweise handbemalt ist und ansonsten durch Aufdrucke die ur-

sprüngliche Funktion verrät. Oder peruanisches Reis-Stroh, afrikani-

sche Bananenblätter und polnisches Staniolpapier.

Zu jeder Krippe von den vier Koninenten Europa, Amerika, Afrika und

Asien weiß Erica Kernstock eine Geschichte zu erzählen. Besonders über

ihre Lieblinge, wie die Rupfenkrippe einer deutschen KÜnstlerin: "Die etwa

30 Zentimenter großen Figuren wurden mit viel Liebe gestrickt und ge-

häkelt." Und sie weist auf Details hin: "Das Schuhwerk der Könige wur-

de unterschiedlich gestaltet. Der eine trägt Schnürschuhe, der andere

Sandalen, der dritte Schnabelschuhe zu Pumphosen." In der Vitrine da-

neben steht eine moderne Krippe aus dem Erzgebirge, die 1995 einen

Designerpreis bekommen hat. "Die Figuren sind echte Handschmeichler

und durch die schöne Farblasierung kann man noch die Eschenholz-

struktur erkennen. Ich liebe diese Krippe", erzählt die Sammlerin.

Eine Engelskrippe aus Böhmen aus den 1920er Jahren zeigt Josef als

Junkder in mittelalterlicher Gasthof-Kulisse, verziert mit Renaissance-

Engeln. "So richtig kitschig. So was habe ich noch nicht gesehen."

lacht sie vergnügt.

In diesem Jahr bringt Erica Kernstock einige der Exponate in Verbin-

dung mit biblischen Darstellungen der Vorgeschichte des Lebens Jesu

in den Evangelien Matthäus und Lukas, die Grundlage für die Krippen-

darstellungen sind. Außerdem zieht sie in eingei Objekte Abzüge von

Landschaftsfotografien als Hintergrund ein.

Die Weihnachtskrippen stammen aus Versteigerungen, von Messebe-

suchen, Urlaubsreisen, Flohmärkten und Auflösungen. Besonders ge-

fällt es Erica Kernstock, wenn sie mit dem Erwerb der Krippen Gutes

tun kann. "Ich beziehe viele in Missions-Hilfsprojekten hergestellte

Krippen aus dem fairen Handel."

Und manches Mal werden ihr auch Objekte geschenkt, wie von dem

Herrn, der sie mit einem Holzkoffer und einem großen Karton be-

suchte: "Als wir auspackten, stand der ganze Tsch voller Häuser, die

mir bekannt vorkamen. Ich recherchierte und fand heraus, dass die-

se Häuser nach eineer Vorlage aus dem Jahre 1630 in den 1920er

Jahren in Bayern gefertigt wurden. Wenn ich alle aufstelle, brauche

ich eine Grundfläche von zwei mal einem Meter. Das ist als Highlight

für das nächste Jahr geplant."

Eine junge Frau hat ihr ein Krippe aus Benin mitgebracht. "Sie hat

das Museum seit der Eröffnung 2004 jedes Jahr besucht. Damals war

sie elf Jahre alt. Nun war sie beruflich in Afrika unterwegs und hat

an mich gedacht." Das kleine Museum ist gewachsen: Zu dem ur-

sprünlichen Ausstellungsprogramm in einem renovierten Stall gesel-

len sich nun die verglaste Terrasse, auf der unempfindliche Materia-

lien untergebracht sind und der umgebaute Teil einer Scheune.

Vom 20. November bis zum 20. Dezember ist das Oberhessische

Weihnachtskrippen-Musuem in der Steinstraße 34 in Ulfa täglich von

14 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Gruppen werden um An-

meldung unter der Telefonnummer 06043/985257 gebeten. Weitere

Informationen gibt es auch online auf

www.weihnachtskrippen-museum.de.

 

 





www.vogelsberg-touristik.de

 

Weihnachtskrippen-Museum

 

Bereits das 8. Jahr öffnet Erika Kernstock in Nidda-Ulfa die Pforten ihres

außergewöhnlichen Museums. Vom 20.11. bis zum 20.12.2012, täglich von

14 bis 18 Uhr, kann die Ausstellung des privaten Museums besichtigt wer-

den. Der Eintritt ist frei. Mehr Infos unter www.weihnachtskrippen-museum.de